Wie ein Gorilla Tracking in Uganda noch übertroffen werden kann

Welches Gorilla Permit brauche ich in Uganda

Gorilla Habituierung in Uganda

Das Permit zu einem Treffen der besonderen Art

Uganda erfreut sich zunehmender Beliebtheit mit seit Jahren kontinuierlich steigenden Besucherzahlen. Reisten im Jahre 2000 noch etwa 193.000 Touristen in Uganda ein, so sind es heute ca. 1,5 Mio. Touristen. Dennoch steht Uganda immer noch im Schatten seiner Nachbarländer Tansania und Kenia.

Und das ist gut so, denn wer nach Uganda reist, hat meist ein ganz besonderes Erlebnis im Sinn: Einen Besuch bei den Berggorillas in Bwindi oder Mgahinga. Bereits in den 1990er Jahren begann man erstmals im neu geschaffenen Bwindi Impenetrable Nationalpark mit der Habituierung zweier Gorilla-Familien, der Katendegyere-Gruppe und der Mubare-Gruppe. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Gorilla Permits wurden zur wichtigsten Einnahmequelle, um den Schutz der Gorillas zu finanzieren: Löhne der Ranger werden davon bezahlt, Waldflächen werden gekauft, um den Lebensraum der Gorillas zu bewahren, aber auch soziale Projekte in den Gemeinden rund um den Bwindi Impenetrable Nationalpark werden unterstützt, um der Wilderei entgegenzuwirken.

Derzeit gibt es 13 bereits habituierte Gorilla-Familien, die man einer kleinen Gruppe mit meist acht Teilnehmern für etwa eine Stunde besuchen kann. Je nach Saison kostet dieses Gorilla Tracking Permit 350 US-$ pro Person (April, Mai und November) bzw. 650 US-$ pro Person.

Aber nicht nur die Besucherzahlen steigen ständig, sondern auch die Kosten, um die sanften Berggorillas vor Wilderei und Zerstörung ihres Lebensraums zu schützen. Daher werden immer wieder weitere wilde Gorilla-Familien habituiert, d.h. an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, und so für den Öko-Tourismus in Uganda zugänglich gemacht. Ein langwieriger Prozess, der einige Jahre dauert, von Wissenschaftlern begleitet wird und erst durch die Einnahmen auf dem Verkauf der Gorilla Permits finanziert werden kann. Erst wenn sich die Gorilla-Familie komplett an die Anwesenheit der Menschen gewöhnt hat, gilt sie als habituiert.

Diese Habituieringsprojekte spielen eine zunehmende Rolle und mit speziellen „Gorilla Habituation Permits“ dürfen Uganda-Reisende den Rangern und Wissenschaftlern über die Schulter blicken, wenn sie sich bemühen, Gorilla-Familien an Menschen zu gewöhnen und dabei auch wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Das Gorilla Habituierungsprojekt im Bwindi Impenetrable Nationalpark unterscheidet sich in verschiedenen Punkten von einem „normalen“ Gorilla Tracking Permit. Zum einen ist der Preis für das Permit stolz. Etwa 1500 US$ muss man einkalkulieren, aber auch dieses Geld fließt dem Schutz der Gorilla-Familien in Uganda zu.

Dem Preis steht natürlich ein besonderes und einmaliges Erlebnis gegenüber: Bereits in den frühen Morgenstunden machen sich erfahrene Tracker auf den Weg zu dem Platz, wo am Vorabend die Gorillas ihre Nester eingerichtet haben. Sie folgen den Spuren durch den dichten Regenwald des Bwindi Impenetrable Nationalpark, die die starken und dennoch friedfertigen Gorillas hinterlassen, wenn sie frühmorgens ihre Nester verlassen und auf der Suche nach Nahrung weiterziehen.

Etwas zeitversetzt folgen Wissenschaftler, Ranger und eine beschränkte Anzahl an Touristen, bis sie die Gorilla-Familie erreichen, die in den kommenden Jahren habituiert werden soll. Meist findet man die Gorillas ganz in der Nähe ihrer Nester. Je nachdem, wie sehr die Gorilla-Familie die menschlichen Besucher bereits toleriert, werden der Silberrücken und halbwüchsige Männchen mit Drohgebärden versuchen, zu beeindrucken. So soll verdeutlicht werden, wo die fremden Eindringlinge in der Rangliste stehen. Man staunt über die Kraft der so friedfertigen Primate, die uns Menschen so ähnlich sind. Ein außergewöhnliches Begrüßungsritual - aber erst dann ist man Teil der Gorilla-Familie. Wissenschaftler beginnen nun mit der Arbeit, und Touristen haben bis zu vier Stunden Zeit, die sanften Riesen zu beobachten und zu fotografieren.

Auch wenn die Kosten für ein Gorilla Permit in Uganda die Reisekasse „stark strapazieren“, so unterstützt man direkt die Population der Primate, die uns Menschen so nah sind. Und man wird belohnt mit einem Treffen der besonderen Art.

Thürmer Tours ist ein Pionier in Afrika. Bereits vor rund 40 Jahren führten wir die ersten individuellen Safarireisen nach Tansania und Kenia durch. Nur wenig später reisten unsere ersten Gäste mit uns auf ein Abenteuer nach Uganda. Damals war es tatsächlich noch ein Abenteuer. Auch wenn die Infrastruktur heute noch nicht an westliche herankommt, so hat sie sich deutlich verbessert. Heute ist eine Ugandareise, individuell oder in der Kleingruppe, vor allem ein Erlebnis.

Autor

Sebastian Thürmer
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